Was Betroffene gegen Sexting unternehmen können

Vielleicht haben Sie schon einmal den Begriff „Sexting“ gehört. In vielen Fällen werden Sie sich nicht gefreut haben, wenn Sie ihn gehört haben. Ganz besonders dann, wenn jemand aus Ihrem näheren Umfeld, zum Beispiel Ihre Tochter vom Sexting betroffen ist. Aber was steckt hinter diesem Begriff? Wie können Eltern und betroffene Personen reagieren, wenn es zu so einem Vorfall kommt und an welcher Stelle sollte die Polizei eingeschaltet werden? Lesen Sie in diesem Text mehr über das Sexting.

Was bedeutet Sexting?

Das Wort Sexting besteht aus zwei zusammengesetzten Wörtern. Zunächst ist da das Wort Sex, das verbunden wird mit dem englischen Wort Texting, was so viel wie schreiben bedeutet. Dieser Begriff ist im deutschen Sprachgebrauch erst seit Kurzem fest verankert. Das lag an der technischen Entwicklung der Smartphones und Tablets. Nachdem diese Geräte immer besser wurden und es immer mehr Messenger Apps gab, die ihre Marktposition behaupten konnten, gab es immer mehr Sexting Vorfälle.

Dabei geht es um sexuelle Interaktion, die über digitale Kanäle abläuft. Wenn Sie zum Beispiel mit Ihrem Schwarm über sexuelle Dinge Nachrichten per Whattsapp schreiben, ist das eine Form des Sexting. So weit so gut. Vielleicht fragen Sie sich jetzt wo das Problem am Sexting ist. Nun, stellen Sie sich vor, dass Sie ein Kind haben, dass grade in der Pubertät ist und das außerdem auch noch ein Smartphone oder Tablet besitzt. Natürlich können Sie nicht alle Aktivitäten Ihres Kindes überwachen. Auch hilft es nichts, wenn Sie Webseiten oder Apps sperren. Zumal sich Ihr Kind wohl mit aller Vehemenz dagegen wehren wird, wen Sie ihm verbieten Messenger Apps zu installieren, die sich wahrscheinlich selbst nutzen werden, wenn Sie mit Ihrem Kind schreiben möchten.

So können sich Opfer wehren

Wenn Ihr Kind also mit einem anderen Jugendlichen entsprechende Nachrichten austauscht, dann kann es schnell passieren, dass diese Bilder oder Nachrichten und Videos in falsche Hände gelangen. Zunächst können diese Inhalte abgefangen werden. Das heißt, dass sie vielleicht sogar in die Hände von erwachsenen Personen geraten. Darüber hinaus kann es gut sein, dass jemand diese Nachrichten speichert und sie hinterher herumschickt oder eine Person mit diesen Fotos erpressen will.

Beide Situationen sind sehr schlimm und sie können einen starken negativen Einfluss auf die betroffene Person haben. Was kann man in diesen Fällen also machen? Zunächst muss man die Person darauf hinweisen, dass dieses Verhalten sofort zu unterlassen ist. Wenn sie dann immer noch nicht damit aufhört, dann sollte schnell die Polizei eingeschaltet werden. Sie wird dem Verursacher darüber unterrichten, dass das Verhalten nicht zu tolerieren ist und auf die Konsequenzen hinweisen. Außerdem kann die Polizei zurate gezogen werden, wenn es darum geht, eine Anzeige zu erstatten. Nicht selten werden beim Sexting Persönlichkeitsrechte verletzt. Auch Freunde und Familie sollte in diesem Fall zur Seite stehen.

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