Was Sie gegen Cyberbullying unternehmen können

Die digitale Welt entwickelt sich mit einem unglaublichen Tempo. Vor ein paar Jahren konnten Internetnutzer nur mit ISDN Geschwindigkeit surfen. Mittlerweile sind Übertragungsraten von mehreren Mbit normal. Zumindest in Ballungsgebieten und mittelgroßen Städten. Auch die Art und Weise wie wir miteinander kommunizieren hat sich stark verändert. Heutzutage sind E-Mails auf einem guten Weg den guten alten Postbrief abzulösen. Dazu kommt, dass Jugendliche immer häufiger über ihr Smartphone kommunizieren und nur noch selten ein Gespräch führen, wenn sie denn nicht müssen.

Sicher, man kann an dieser Stelle behaupten, dass das der Zeitgeist ist, auf der anderen Seite ist es aber auch wichtig anzuerkennen, dass von dieser Form der Kommunikation einige Gefahren ausgehen. Diese Gefahren können manchmal so groß sein, dass die Polizei eingeschaltet werden muss. Insbesondere geht es dabei um das sogenannte Cyberbulling. Was das beinhaltet und was Eltern und Betroffene tun können, um sich gegen das Cyberbulling zu wehren, lesen Sie hier.

Jugendliche sind oft Opfer von Cyberbullying

Das Wort Cyberbulling kommt aus dem englischen und setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, da ist einmal das Wort „Cyber“, was im deutschen Sprachgebrauch auch oft genutzt wird und das Wort „Bullying“. Das Wort bedeutet ungefähr so etwas wie ärgern oder jemanden diskreditieren. Demnach handelt es sich um Diskriminierung, die im Netz stattfindet. Diese Diskriminierung kann sich auf unterschiedlichen Ebenen zeigen. Es kann sein, dass es gehässige Kommentare unter einem Foto sind oder das es Fotos sind, die in einer Clique herumgeschickt werden, ohne, dass die Person auf den Fotos etwas davon weiß.

Wenn Sie jetzt denken, dass Cyberbullying hierzulande kein Thema ist, dann muss man Sie eines besseren belehren. Es ist sehr wohl ein Thema und immer mehr junge Menschen haben damit ein Problem. Diese Probleme belasten auch den Alltag ihrer Mitmenschen. Also Eltern, Schüler, Freunde und Lehrer. Und jede der Gruppen stellt sich die Frage, was gegen Cyberbullying unternommen werden kann. Die Antwort ist, dass es keine pauschale Antwort darauf gibt.

Eltern müssen ihren Kindern vertrauen

Wichtig ist, dass Eltern ihren Kindern vertrauen, dass sie die Medienkompetenz haben. Eltern haben von Natur aus diese Beschützerrolle, auf der anderen Seite wissen sie in vielen Fällen noch nicht einmal, wie sie ein Smartphone zu bedienen haben oder kennen sich mit den Apps überhaupt nicht aus und wissen nicht, welche Funktionen sie beinhalten beziehungsweise welche Chancen und Risiken sie haben.

Eltern sollten ihren Kindern also das Vertrauen schenken, dass sie die Gelegenheit regeln werden. Erst, wenn es gar nicht mehr geht, die Anfeindungen nicht aufhören beziehungsweise immer schlimmer werden und es sogar zur körperlichen Gewalt kommt, sollten Eltern die Initiative ergreifen, die Lehrer auf die Vorkommnisse ansprechen, sofern sie sich im schulischen Kontext zugetragen haben und als Ultima Ratio die Polizei einschalten.

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